• Schlagwörter

Objektscanning – Kline von Hochdorf

Das Ziel dieses Projektes war die dreidimensionale Dokumentation der „Kline von Hochdorf“ mittels hochauflösendem Streifenlichtscanning in Kombination mit hochauflösender Digitalphotographie zur Texturerstellung. Neben der Erfassung der Gesamtgeometrie in einer durchschnittlichen Auflösung von 0.3 mm wurden weitere ausgewählte Objektteile wie z.B. die Trägerfiguren in einer höheren Auflösung von etwa 0.1 mm gescannt.

Um diese Gesamtgeometrie der Kline von Hochdorf zu erfassen, waren insgesamt ca. 300 Aufstellungen des Streifenlichtscanners und Scans notwendig. Um eine lückenlose Aufnahme zu gewährleisten, wurden die einzelnen Streifenlichtprojektionsaufnahmen vor Ort fortlaufend über programminterne Berechnungsalgorithmen in eine Punktwolke umgerechnet und registriert, d.h. die Einzelscans wurden in einem gemeinsamen Bezugsystem ausgerichtet. Somit konnten Aufnahmelücken weitestgehend ausgeschlossen werden.

In der Nachbearbeitung erfolgte die eigentliche Berechnung der Dreiecksvermaschung, die zu einer Auflösung der Dreiecksvermaschung der Gesamtgeometrie von ca. 0.50 mm und einer Auflösung der Dreiecksvermaschung der Detailobjekte von ca. 0.25 mm führte.

Im Anschluss erfolgte eine fotorealistische Texturierung des digitalen Modells der Kline, die als Grundlage für die Erstellung von maßstäblichen Orthoansichten dienen kann.

Die hier ermittelten 3D-Daten konnten umfänglich in einem Projekt der DFG (Deutschen Forschungsgemeinschaft) unter der Leitung von Dr. Erwin Keefer und Dr. Jörg Biel genutzt werden. Im Rahmen dieser umfassenden Neuuntersuchungen wird dieses herausragende hallstattzeitliche Sitzmöbel umfänglich technisch, stilistisch und archäologisch neu analysiert und publiziert.