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Multimedia-Produktionen auf Basis von 3D Daten

Spannende Multimediaproduktionen auf Basis von 3D-Daten, digitale Rekonstruktionen, Visualisierungen, Filmproduktionen, 3D-Präsentationen und mehr - unser Service geht weit über die 3D-Dokumentation hinaus. Ist etwas für Sie dabei? Schauen Sie rein…


Verschiedene Multimedia Trailer

Macht, Pracht und Untergang - Römisches Weißenburg

Auftraggeber: Stadt Weißenburg in Bayern

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Römermuseums Weißenburg wurden von ArcTron gemeinsam mit unseren Partnern von 7reasons drei Kurzfilme realisiert, die in den dortigen Thermen gezeigt werden. Dabei kam modernste Computer- und Filmtechnik zum Einsatz – von Stereoskopie über Green-Screen bis zur Verarbeitung von Laserscandaten. Die Vermischung von virtuellen und realen Filmsequenzen ist es, was die Filme in der musealen Präsentation einzigartig macht.

Die Filme entführen 20 min lang mit 3D-Sequenzen, Animationen und virtuellen Rekonstruktionen in die römische Vergangenheit von Weißenburg. Der Spanier Flavius, der Stallknecht Marcus und die schöne Römerin Matrulla versetzen den Zuseher in eine Zeit vor fast 2000 Jahren zurück: Das militärische und zivile Leben Biricianas am Rande des römischen Weltreiches wird auf der Leinwand wieder lebendig. Das Kastell und die Badeanlage erstehen neu und erstmals ist es möglich, einen Blick in die Gassen der römischen Siedlung zu werfen.

Außerdem wird ein Blick auf die Umstände geworfen, die zum Finden des berühmten Bronzeschatzes führten und eine Geschichte erzählt, wie dieser vielleicht in den Boden gelangt sein könnte.


Passau in Römischer Zeit

Auftraggeber: Römermuseum Kastell Boiotro - Passau

Für die neu konzeptionierte Ausstellung im Römermuseum Boitro in Passau wurden die Multimediaspezialisten von ArcTron mit der Erstellung eines Films beauftragt, der die Geschichte des Ortes in römischer Zeit zum Inhalt haben sollte.

An der Grenze zum freien Germanien gelegen, bildete die Donau einen natürlichen Schutz. Hinzu kam die durch den Inn vorgegebene Grenze zwischen den Provinzen Noricum und Raetien. Diese außergewöhnliche topographische und wirtschaftsgeographische Lage machte Passau zu einer äußerst wichtigen Stadt, was auch durch die Errichtung dreier Militärlager zu beiden Seiten des Inns bis ins 2. Jh. n. Chr. verdeutlicht wird.

Der Film zeigt nicht nur die Geschichte und das Aussehen der Lager. Auch die umliegende Bebauung mit Therme, Zivilsiedlung und Gräbern an den Ausfallstraßen wurde eindrucksvoll visualisiert, ebenso wie die Entwicklung und die Änderungen im Alltag von Soldaten und Zivilbevölkerung im Laufe der Zeit.

Der Abstieg des Römischen Reiches machte ab dem späten 3. Jh. nach Christus auch vor Boiodurum und Boiotro – wie der Ort mit seinem ungewöhnlichen trapezförmiges Kastell nun südlich des Inns hieß – nicht halt. So waren im Winter des Jahres 470 n. Chr. nur noch das spätantike Kastell und ein einzelner Wachturm („Burgus“) intakt, als der Heilige Severin hier ein kleines Kloster gründete, welches im 5. Jh. schließlich einem Feuer zum Opfer fiel, das das Ende des römischen Passau bedeutete.


Chavín

Auftraggeber: Museum Rietberg, Zürich

Die zu Beginn des 20. Jhs. entdeckte Tempelanlage von Chavín de Huántar liegt im peruanischen Departement Áncash auf etwa 3200m Seehöhe. Sie stammt aus dem 2. und 1. Jt. v. Chr. und gilt als das Zentrum der nach ihr benannten andinen Mutterkultur.

Neben der Anlage selbst sind es vor allem die reliefierten Steinskulpturen, die von überregionaler Bedeutung sind, wobei hier vor allem die Götterstatue des Lanzón und der Tello-Obelisk zu nennen sind. Auf letzterem konnte die älteste bekannte Darstellung eines kosmologischen Konzepts identifiziert werden.

Für die Ausstellung „Chavin – Perus geheimnisvoller Andentempel“ des Museums Rietberg in Zürich realisierten nun die Multimediaspezialisten von ArcTron basierend auf den im Frühjahr 2012 erarbeiteten Vermessungsergebnissen eine virtuelle Rekonstruktion des Komplexes in seiner jüngsten Bauphase. Dabei wurden alle verfügbaren Daten in Kooperation mit den Vermessern gesichtet und entsprechend für die Weiterverarbeitung aufbereitet.

Ein knapp 20-minütiger Film ging auf die Baugeschichte der Anlage und ihre Besonderheiten wie die intentionelle Errichtung in der exponierten Lage des Zusammenflusses zweier Gebirgsströme ein. Außerdem wurden kosmologische Zusammenhänge und die Errichtung entlang zweier unterschiedlicher Achsen dargestellt um ein höchst detailreiches Bild der kultischen Handlungen und Abläufe zu präsentieren. Quasi als Auserwählter folgt man nun – von Drogen berauscht - einem Tempelpriester ins Innere des Heiligtums, wo einem die höchste Ehre zuteil wird und man des Kultbilds des Lanzón ansichtig wird.


Ninfa – Pompeji des Mittelalters

Auftraggeber: Deutsches Historisches Institut Rom

Ninfa, zwischen Rom und Neapel gelegen, ist eine außergewöhnlich gut erhaltene Ruinenstadt des 14. Jhs. Ihre Besitzer, die alte römische Adelsfamilie der „Caetani“, legten im frühen 20. Jahrhundert rund um diese Ruinenstadt eine der schönsten romantischen Gartenanlagen im englischen Stil an. Diese wird heute von einer Stiftung verwaltet, gepflegt und entwickelt.

Im Jahre 2011 begann das Deutsche Historische Institut in Rom in Zusammenarbeit mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit der Untersuchung dieses einzigartigen Kulturdenkmals. Dabei konnten neben der Auswertung der erhaltenen Schriftquellen auch modernste luft- und lasergestützte Vermessungsverfahren und gezielte geophysikalische Untersuchungen realisiert werden.

Für die luftgestützte Photogrammetrie setzte ArcTron vor Ort ein mit entsprechender Technologie ausgestattetes ultraleichtes Gleitschirmtrike sowie eine neuentwickelte Octocopter-Drohne ein. Für die verlässliche messtechnische Zusammenführung aller erhobenen Daten kam schliesslich ein terrestrischer 3D-Scanner zusammen mit GPS und Totalstation zum Einsatz. Damit wurde nicht nur Ninfa selbst, sondern auch die nahe gelegene romanische Klosteranlage Abbazzia del Valviscolo und die nahe gelegene, ebenfalls von den „Caetani“ beherrschte, mittelalterliche Stadt „Sermoneta“ aus der Luft dokumentiert. Aufgrund der millimetergenauen Scandaten lassen sich Gebäude virtuell rekonstruieren. So könnte Ninfa – zumindest im Rechner – eines Tages wieder zum Leben erwachen und damit der Nachwelt erhalten bleiben.


Bullenheimer Berg

Auftraggeber: Knauf-Museum Iphofen

Mit ihren umfangreichen Funden stellt die Siedlung auf dem Bullenheimer Berg ein bedeutendes Zeugnis für das Leben am Ende der Bronzezeit in Deutschland dar. Als zentraler Ort für die Herrschaft, Wirtschaft und Kult könnte die befestigte Höhensiedlung im 10. und 9. Jh. v. Chr. ein Ort überregionaler Bedeutung gewesen sein.

Wissenschaftliche Untersuchungen der Universität Würzburg erbrachten in den 1980er-Jahren und ab dem Jahr 2010 neben herausragenden Funden wie einem Goldornat eines priesterlichen Zeremonialgewandes inkl. goldenem Hut oder bronzenen Zierscheiben – sog. Phaleren – eines prächtigen Pferdegeschirrs auch zahlreiche Einblicke in das vormalige Aussehen der Siedlung. Durch den Einsatz modernster GPS- und lasergestützter Vermessungsmethoden konnten die Umgrenzung einer ca. 30ha großen Innenfläche durch einen 2,5 km langen Wall, sowie die Unterteilung derselben durch drei Querwälle nachgewiesen werden. Hinzu kam die neu gewonnene Kenntnis mittelalterlicher Ackerfluren und neuzeitlicher Hohlwegsysteme.

Das Multimediateam von ArcTron visualisierte nun diese Anlage nach der Vorgabe der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Dabei wurde nicht nur das wahrscheinliche Aussehen der Wallanlagen dargestellt, sondern auch auf die prächtigen Funde und in weiterer Folge auf die Bronzeherstellung eingegangen. Darüber hinaus wurde auch das Alltagsleben in der Bronzezeit gezeigt.


Karelslé vor 6500 Jahren

Auftraggeber: Musée national d'histoire et d'art Luxembourg

Seit den frühen Jahren des 20. Jhs. finden in der Spalthöhle von Karelslé im nördlichen Luxemburg wissenschaftliche Untersuchungen statt, bei denen archäologische Schichten von der Mittelsteinzeit bis ins Mittelalter freigelegt wurden. Bemerkenswert ist dabei vor allem die etwa 6500 Jahre alte mittelneolithische Schicht, die der sog. Rössener Kultur zuzuweisen ist und die zahlreiche Funde von Keramikfragmenten, Silices, Beilen, Knochen und botanischen Resten beinhaltete. Funde von verkohlten Holzstaken machten die Rekonstruktion einer Feuerstelle mit zugehöriger Grill- oder Räucherkonstruktion möglich.

Die Zusammenschau dieser archäologischen Funde und Befunde zeigt ein Lebensbild der Zeit um 4500 v. Chr., das von den Multimediaspezialisten von ArcTron in enger Zusammenarbeit mit den ausführenden Wissenschaftlern virtuell umgesetzt wurde. Dabei wurde eine Geschichte über die möglichen Gründe für jenes verheerende Feuer gesponnen, das zur Aufgabe der Höhle als Siedlungsort führte. Von nun an lebte man auf dem Plateau oberhalb der Höhle in für die Zeit typischen Häusern. In erster Linie war es die Landwirtschaft, die die Menschen damals ernährte. Der Film zeigt daher auch einen Einblick in den Alltag der Bewohner.


Greding - Das Rätsel des Fürstengrabs

Auftraggeber: Archäologie Museum Greding

Bei im Frühjahr 1995 durchgeführten Grabungen im Rahmen der Trassenbauarbeiten für den ICE-Hochgeschwindigkeitszug zwischen Nürnberg und Ingolstadt traf man nördlich von Greding auf Siedlungs- und Gräberbefunde nahezu aller vor- und frühgeschichtlicher Epochen. Das Aufeinandertreffen zweier Täler bei Großhöbing bildet einen der wenigen natürlichen Nord-Süd-Durchgänge durch die Frankenalb und war daher schon im Mittelalter ein strategisch wichtiger Punkt.

Am östlichen Talrand kam nun der südwestliche Randbereich eines frühmittelalterlichen Reihengräberfeldes des frühen 6. bis 8. Jhs. zutage. Mit etwa 250 dokumentierten Bestattungen handelt es sich um den momentan größten bekannten Friedhof dieser Zeit in der Region.

Überregionales Aufsehen erregte dabei das unter der Nr. 143 geführte Grab. Es ist die letzte Ruhestätte eines nach den Riten seiner Zeit bestatteten adeligen Herren und vier seiner engsten Begleiter. Die Lage der Skelette mit untergehakten Armen und ineinander gelegten Händen, ihre Beigaben und die im Rahmen der anthropologischen Untersuchungen erkannten Verletzungsspuren werfen viele Fragen nach ihrem Leben, ihrem Aussehen und dem gewaltsamen Tod auf.

Gemeinsam mit Spezialisten der Firma Wild Life Art, die das Aussehen der Toten mit wissenschaftlichen Methoden rekonstruierten, wurde von ArcTron ein kurzer Film über die möglichen Umstände des Todes des Adeligen und seiner Gefolgsleute verwirklicht und dabei ein Einblick in das entbehrungsreiche Leben der Menschen im frühen Mittelalter, ihre Riten und Bräuche gegeben.

Von Seiten ArcTron wurde dabei wie immer auf größtmögliche historische Plausibilität geachtet, weshalb die Umsetzung in permanentem Gedankenaustausch mit Archäologen und Historikern erfolgte.


Schwanfeld - Das älteste Dorf Deutschlands

Auftraggeber: Gemeinde Schwanfeld

Als 1970 am Gelände der Schule von Schwanfeld eine linearbandkeramische Siedlung aufgedeckt wurde, war dies der Beginn einer mehrere Jahrzehnte andauernden Erforschung des „Ältesten Dorfes Deutschlands“. Die Ergebnisse der Grabung wie auch der wissenschaftlichen Nachbearbeitung brachten Erkenntnisse über die Herkunft und Lebensweise der Bewohner ans Licht. So zeigte sich, dass die Menschen aus der Gegend des etwa 450km entfernten heutigen Nordböhmen stammten und die sog. „Neolithische Revolution“ mit sich brachten, die den Wandel vom Nomadentum des Jägers und Sammlers hin zur Sesshaftwerdung mit Viehzucht und Ackerbau bedeutete. Der von ArcTron in enger Zusammenarbeit mit den ausführenden Wissenschaftlern erstellte Kurzfilm zeigt die lange und gefährliche Reise des Gründerclans, ihre Landnahme im Bereich des heutigen Schwanfeld und die Errichtung der ersten Siedlung. Des Weiteren wird auf die über vier Generationen andauernde Besiedlung des Dorfes, den Alltag der Menschen, wie auch auf Kulte und die damit einher gehende Verehrung des Gründers eingegangen. Dabei kommt auch die ungewöhnlich klare, geplante und auf gezielte Organisation zurückzuführende Hofplatzstruktur zum Ausdruck.

Schwanfeld Making Of


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