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Igeler Säule, Igel (Rheinland-Pfalz). Detailgenaue 3D-Bestandsdokumentation des bekannten römischen Pfeilerdenkmals

Auftraggeber 

  • LBB Niederlassung Trier

Projektinhalt

Terrestrisches 3D-Laserscanning, hochaufgelöstes Streifenlichtscanning, photogrammetrische 3D-Dokumentation und CAD-Auswertung der farbig gefassten Kopie des 23 Meter hohen römischen Pfeilerdenkmals.

Projektablauf

Das 23m hohe Pfeilderdenkmal der Igeler Säule zählt zu den bekanntesten römischen Pfeilerdenkmälern in Deutschland. Eine Rekonstruktion dieser Säule mit originalgetreuer Bemalung steht im Rheinischen Landesmuseum in Trier. Diese zum UNESCO -Welterbe gehörende Säule wurde 2012 von ArcTron 3D in sehr hoher Auflösung dreidimensional dokumentiert. Das noch am ehemaligen Standort stehende originale Pfeilerdenkmal in Igel a.d. Mosel soll mit entsprechenden 3D-Technologien im Jahr 2013 ebenfalls detailliert aufgenommen werden. 

Das Grabdenkmal wurde um 250 n. Chr. von den Brüdern Lucius Secundinius  Aventinus und Lucius Secundinius  Securus errichtet. Es ist reich mit Reliefs geschmückt, die unter anderem auch Szenen aus dem Alltags- und Berufsleben der Tuchhändler sowie aus der Mythologie. Das Denkmal hatte neben der Erinnerung an die Toten der Familie wohl auch den Zweck, werbend auf das Tuchgeschäft der Secundinier im römischen Trier hinzuweisen. 

Einzelne Reliefs wurden in einer ersten Maßnahme mittels Streifenlichtscanning hochaufgelöst dokumentiert und die dabei entstandenen Daten entsprechend ausgewertet. In einer weiteren Phase konnte das gesamte Grabdenkmal in seinem Bestand aufgenommen werden. Dabei kam eine Kombination aus 3D-Laserscanning und 3D-Photogrammetrie, sowie ein ferngesteuerter Kamera-Oktokopter zum Einsatz.  Von einer Hebebühne aus wurden die Scans und Detailaufnahmen realisiert. Zusätzliche Bilder lieferte der Oktokopter vom Dach und der Denkmalspitze. 

Nach den Arbeiten vor Ort wurden die Daten von einem mehrköpfigen Team in der Firmenzentrale in Regensburg über mehrere Wochen akribisch ausgewertet. Für die Auswertung und Texturierung des hochaufgelösten 3D-Modells kamen mehrere Softwareprodukte zum Einsatz.  Sehr hochaufgelöste photorealistische  3D-Modelle sowie Orthobildpläne in Farbe und Graustufen wurden mit dem 3D-Informationssystem aSPECT 3D erarbeitet und stehen jetzt für die weitere restauratorische Planung und Arbeit zur Verfügung. 

Durch den technisch neu konzipierten und hier erstmals bei einem Projekt dieser Größe realisierten kombinierten 3D-Technologieeinsatz konnte ein sehr detailgenaues Ergebnis bei hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis erreicht werden.