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    Ausgrabungen im hallstattzeitlichen Gräberfeld von Kinding-Ilbling    


 

Lage und Geographie

Seit Mai 1995 finden im nördlichen Oberbayern im Anschluss an die mittelfränkischen Trassenabschnitte grossflächige Ausgrabungen statt. Diese werden in enger Absprache mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege von der Grabungsfirma ArcTron GmbH im Bereich des Anlauter- und Altmühltales durchgeführt.

In der Topographischen Karte sind die Grabungsflächen im Altmühl- und Anlautertal blau bzw. rot kartiert. In der Mitte des Ausschnittes liegt die talbeherrschende Höhensiedlung Schellenburg. In der kleinen roten Fläche im SO befindet sich die Hügelnekropole. Topographische Karte

Wir befinden uns ca. 1,5 km südlich von Kinding, an einem wegen seiner Verkehrsgunst allzeit geschätzten Knotenpunkt am Zusammenfluss von Altmühl, Anlauter und Schwarzach. Die Flusstäler sind hier bis rund 150m tief in die Fränkische Alb eingeschnitten und als uralte Verkehrswege vorgezeichnet. Zentrale Verbindungen über Beilngries-Berching nach Nürnberg, über Greding weiter nach Norden, über das Altmühltal nach Kelheim an die Donau, und schliesslich über Südverbindungen in das Ingolstädter Becken kreuzen hier bzw. laufen an Kinding vorbei.

Die besondere verkehrsgeographische Siedlungsgunst wird durch die spezielle Topographie noch weiter unterstrichen. So überragt und kontrolliert ein inselartig auslaufender Bergsporn diesen Talabschnitt. Es wundert wenig, dass sich hier die mit einem Ringwall befestigte und neuerdings auch durch einen archäologischen Wanderweg erschlossene Höhensiedlung Schellenburg befindet, die bisher - nur in kleinen Ausschnitten untersucht - allerdings nur urnenfelderzeitliches Material geliefert hat.

 


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