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    Die hallstattzeitliche Siedlung mit Herrenhof von Enkering    


 

Der Vorgängerbau -
ein hallstattzeitlicher Hofbereich

Gesamtplan des hallstattzeitlichen Siedlungsbefundes. Im NNW der rosa unterlegte Vorgängerbau. In der Mitte: die zentrale Herrenhof- anlage mit vierfach gestaffeltem Graben-Pallisadensystem. Grün unterlegt: Hausgrundrisse (besser in Detailplänen erkennbar). Gesamtplan Enkering (klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Ansicht (27 kB)

Im Plan ist im Nordwesten (siehe oben) eine farblich unterlegte NNW-SSO orientierte langrechteckige Struktur, mit Seitenlängen von 35 bzw. 42 m zu erkennen, bei der es sich wohl um einen rechteckigen Herrenhof"vorgänger" handelt, der bei der Anlage des späteren zentralen Herrenhofes zumindest in den Randbereichen überbaut wurde. Da die Funde hier noch nicht detailliert gesichtet werden konnten, können die Angaben zur Chronologie der Anlage aber noch nicht weiter präzisiert werden.

Planausschnitt Enkering (klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Ansicht (27 kB)
Enkering: Planausschnitt mit Befundübersicht im Bereich des Vorgängerbaues

Diese Anlage, die von einem einfachen, nurmehr 10-20cm tiefen Palisadengräbchen umzogen wird, das in Teilbereichen wohl auf Grund der geringen Tiefe nicht mehr beobachtet werden konnte, umfasst eine Innenfläche von rund 1.600 qm. In ihr sind verschiedene Hausstrukturen zu beobachten, die zumindest wenn sie in der Orientierung auf die Palisade Bezug nehmen zu dem Herrenhofvorgänger gehört haben dürften. Leider befindet sich mitten in der Anlage noch ein Weg, der bisher nicht abgegraben werden konnte und damit die Situation des in der Mitte angeordneten Zentralbaues stark verunklärt.

Weitere gut erhaltene Gebäude liegen im Süden, Norden und Nordosten, wobei es sich meist um einfache, einschiffige 6-Pfostenbauten mit Seitenlängen von 3-6m handelt.

Foto: Pfostenprofil mit Steinunterlage Foto: Pfostenprofil
Zwei Pfostenprofile, einer mit Steinunterlage als Beispiele für die gute Erhaltung. Die Pfosten erreichen in Enkering noch Tiefen von bis zu 60cm und sind in der Regel sehr sorgfältig mit nahezu senkrechten Wandungen und einer ebenen Sohle ausgehoben worden

Ein annähernd quadratischer, 2,15 x 2,5m grosser Vierpfostenbau im Norden kann vielleicht als Speicherbau gedeutet werden. Im Nordwesten findet sich ein mit 7 x 6,2m vergleichsweise grosses Gebäude, das aber bei den Grabungen leider sofort in den Grundwasserfluten verschwand und bis heute aus diesen nicht wiederaufgetaucht ist.

 


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