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| Die hallstattzeitliche Siedlung mit Herrenhof von Enkering | |||||||||||||
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Ungewöhnlich gute Erhaltung
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| Topographischer Übersichtsplan. Rot: Auf den Flächen im Nordwesten findet sich die hier beschriebene hallstattzeitliche Siedlung. In der Mitte des Kartenausschnittes liegt der Bergrücken mit der talkontrollierenden Höhensiedlung auf dem Schellenberg. Blau: Weitere Siedlungsgrabungen (Fa. ProArch, Ingolstadt). Die kleine rote Fläche im Süden bezeichnet die Grabungsflächen im hallstattzeitlichen Grabhügelfeld von Kinding-Ilbling. |
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Die besondere verkehrsgeographische Siedlungsgunst wird durch die spezielle Topographie noch weiter unterstrichen. So überragt und kontrolliert ein inselartig auslaufender Bergsporn diesen Talabschnitt. Es wundert wenig, dass sich hier die mit einem Ringwall befestigte und neuerdings auch durch einen archäologischen Wanderweg erschlossene Höhensiedlung Schellenburg befindet, die bisher - nur in kleinen Ausschnitten untersucht - allerdings nur urnenfelderzeitliches Material geliefert hat.
Aus den in der Topographischen Übersicht kartierten aktuellen Grabungen stammen durchgehend auch eindeutige hallstattzeitliche Siedlungsbelege. Weitere im Anlauter- bzw. Schwarzachtal durchgeführte Grabungen, die auf diesem Kartenausschnitt nicht verzeichnet sind, ergaben ebenfalls hallstattzeitliche Funde, so dass von einer ungewöhnlich flächendeckenden hallstattzeitlichen Aufsiedlung in diesem Raum ausgegangen werden muss.
Der Fundplatz der hallstattzeitlichen Siedlung von "Enkering-Gatzäcker" selbst liegt im Bereich der Talaue, die regelmässig bei Hochwassern überflutet wird. Die Auelehmablagerungen überdecken dabei eine alte Oberfläche von der die hallstattzeitlichen Befunde ausgehen. Leider konnte diese alte Oberfläche aus der Hallstattzeit, in der natürlich vermehrt hallstattzeitliche Keramik, Knochenfragmente, Holzkohlestücke etc. streuen, nur in sehr kleinen Bereichen detailliert untersucht und beprobt werden. Im wesentlichen musste diese alte Oberfläche maschinell entfernt werden, weil erst direkt darunter die Befunde im hellen Schotter bzw. Auelehm deutlich sichtbar wurden. Natürlich bedingen diese Erhaltungsverhältnisse einen ganz ungewöhnlichen Reichtum an Pfosten, Haus-, Graben-, Gräbchen- und Zaunstrukturen. Die sonst meist weitgehend erodierten oder abgeackerten Pfosten sind hier nahezu verlustfrei auf uns gekommen.
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